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TU Berlin

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Gestenforschung an der Arbeitsstelle für Semiotik


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Jeder produziert täglich zahlreiche Gesten unterschiedlichster Art, etwa um anderen eine Achterbahn zu beschreiben, auf etwas zu zeigen oder seinen Worten Nachdruck zu verleihen. Während die Gestensprachen der Gehörlosen bereits relativ gründlich von seiten der modernen Linguistik und Semiotik untersucht worden sind, werden die Alltagsgesten Hörender erst in jüngster Zeit ähnlich zielgerichtet erforscht. Eine Ringvorlesung an der Arbeitsstelle für Semiotik (AfS) der TU Berlin begründete 1995 die gemeinsame Gestenforschung mit der Freien Universität Berlin (dokumentiert in Schmauser und Noll 1999).

IFP Gebärdenerkennung mit Sensorhandschuhen

Keimzelle der institutionalisierten Forschungsaktivitäten war das Interdisziplinäre Forschungsprojekt (IFP) „Gebärdenerkennung mit Sensorhandschuhen" (1994-98). Es vereinigte die drei TU-Fachrichtungen Robotik (Prof. Dr.-Ing. Günter Hommel), Mikrosensorik (Prof. Dr.-Ing. Ernst Obermeier) und Semiotik (Prof. Dr. Roland Posner). Ziel des IFP war die sensorgestützte Erkennung von bedeutungstragenden Gesten, die in der Gestenforschung „Embleme" genannt werden. Solche Embleme sind weitgehend bekannt und können mühelos in sprachliche Ausdrücke übersetzt werden. Beispiele aus dem Alltag sind das Heranwinken einer Person („Komm her!"), das Pochen an die Schläfe („plem-plem") und das Anzeigen einer Trinkbewegung („Laß uns einen heben!"); ein zweiter Untersuchungsbereich waren Fachgebärden wie etwa die eines Feuerwehrmannes.

Der Einsatz des patentierten TU-Sensorhandschuhs zur Gestenaufzeichnung hat gegenüber einer herkömmlichen Video-Aufnahme einen deutlichen informationellen Mehrwert. Eine eingehende Analyse der Gesten erfordert nämlich die Erfassung einer Vielzahl von Parametern, die von einem bestimmten Standpunkt aus nur unvollständig sichtbar sind. Zu diesen zählen außer der Position der Hände und ihrer Orientierung im Raum (auch relativ zum übrigen Körper) vor allem die Stellungen der einzelnen Finger und Fingerglieder. Ferner vermag der Sensorhandschuh zusätzlich den ausgeübten Druck bei Berührungen zu registrieren – eine Information, die auch ein geübter menschlicher Beobachter nur indirekt erschließen kann, beispielsweise anhand der Verfärbung der Fingerknöchel. Die Sensoraufzeichnung liefert automatisch Werte für Bewegungsverläufe, die dann mathematisch weiterverarbeitet werden. Diese erlaubt eine formale Beschreibung der einzelnen Embleme in Hinblick auf die Variationsbreite, innerhalb derer sie noch erkennbar sind. So wird es möglich, formal exakt zwischen einer Einzelgeste und einem ‘Gestem’ zu unterscheiden (analog etwa zum Unterschied Phon vs. Phonem). Bei diesen Untersuchungen liefert die Semiotik die empirisch abgesicherte Substanz für die Robotik und erarbeitet eine Semantik der Gesten, die es in der Folge erlaubt, Gesten und Bedeutungen automatisch einander zuzuordnen. Parallel zu dieser physikalischen Erfassung der Gesten müssen die zugeordneten sprachlichen Ausdrücke gesammelt und kategorisiert werden, denn gerade die körperbezogenen Phraseologismen einer Sprachgemeinschaft liefern Einblick in die Struktur der zugrundeliegenden mentalen Modelle und deren Verflechtung.

Das Berliner Lexikon der Alltagsgesten

An der AfS wurden rund 150 Familien von Alltagsgesten systematisch erfaßt, indem sie durch Video aufgezeichnet, anschließend digitalisiert und in eine multimediale Datenbank eingebunden wurden. In dieser Form steht das gesamte aufgezeichnete Material auch für weiterführende Forschungen zur Verfügung. Die bisherige Gesamtdokumentation des vierjährigen Projekts ist dessen Abschlußbericht (Posner u.a. 1999); wesentlich umfangreicher ist das Berliner Lexikon der Alltagsgesten konzipiert (Posner u.a. in Vorb.). Aufbauend auf den Arbeiten von Ekman, Johnson und Sparhawk wird dieses Emblemlexikon die genannten rund 150 Gestenfamilien darstellen. Wesentliche Fortschritte gegenüber bisherigen Arbeiten sind die systematische Aufbereitung, der zufolge die Gesten nach ihrer Bedeutung hierarchisch in Familien und Unterfamilien angeordnet werden, und die leserfreundliche Darstellung, die das überaus komplexe Material in einer Vielzahl einander ergänzender Zeichensysteme erfaßt.

Der textuelle Teil jedes Eintrags beschreibt ausdrucksseitig die Form jeder strukturellen Variante, also jeweils die ausführenden Körperteile sowie deren Orte, Orientierungen und Bewegungen. Für die Transskription dieser morphologischen Angaben wurde das Hamburger Notationssystem (HamNoSys) benutzt, das die aufgelisteten Parameter in eine lineare Folge von konventionalisierten Zeichen übersetzt, die auch metastrukturelle Informationen auszudrücken vermag – etwa eine spiegelbildliche Geste beider Hände oder die Iterierung einer Geste. Inhaltsseitig werden alle Bedeutungsvarianten einschließlich ihrer sprechakttheoretischen Bestandteile und zugeordneten sprachlichen Ausdrücke aufgelistet. So besteht etwa bei der Geste, mit der man sich imaginären Schweiß von der Stirn wischt, die eine Lesart aus dem  Lokutionskern „Schwitzen", der Illokution „Anzeigen" und der Perlokution „Jemandem klarmachen oder weismachen, daß man soeben eine heikle Situation gemeistert hat". Eine gängige Interjektion hierzu ist „Phh!", eine alltagssprachliche Redewendung „Mir fällt ein Stein vom Herzen".

Die empirische Untersuchung der ausgewählten Gestenfamilien wurde als Quotenstichprobe durchgeführt, bei der man die Versuchspersonen so auswählte, daß ihre Gesamtheit ein verkleinertes Abbild der Berliner Gesamtbevölkerung bildet. Die Versuchspersonen sahen Videobilder mit ausgewählten Gesten und gaben auf einem Fragebogen zu jeder Geste an, was sie bedeutet und was jemand damit bezweckt. Die so gewonnenen statistischen Informationen wurden für das Lexikon graphisch aufbereitet, so daß der Leser anhand von Kreisschaubildern unschwer erkennen kann, wie sich die Erkennung jeder Geste nach Geschlecht, Alter und Herkunft (Ostberlin, Westberlin, Ausländer) aufgliedert.

Die bisher beschriebenen Informationen werden durch bildhaftes Material ergänzt. Momentaufnahmen der Videos stellen die jeweils typischste Phase des Geste dar, so daß durch die Kombination von diesem Bild und dem Gestennamen („Schweiß von der Stirn wischen") das Wiedererkennen der Geste gewährleistet ist. Folglich kann der Leser die oft sehr abstrakten textuellen Beschreibungen der Gestenformen gut mit seinem eigenen Vorwissen verknüpfen.
Weiteres Bildmaterial zeigt, wie die Geste in anderen bildlichen Zeichensystemen dargestellt wird. Als ergiebige Fundgrube hierbei erwiesen sich vor allem Comics und zeitgenössische Karikaturen in der Tagespresse.

Im Laufe der ersten Projektphase hat sich gezeigt, daß morphologisch und funktional verwandte Gesten nur dann sinnvoll voneinander abgegrenzt werden können, wenn man ihre gemeinsame Geschichte rekonstruiert. Ein gegenüber der ursprünglichen Konzeption hinzugekommener etymologischer Teil zeichnet darum  für jede Gestenfamilie ihre Entwicklungsgeschichte von den frühesten Quellen bis heute nach, wobei alle Dokumente vom Text über die Vasenmalerei bis zur Skulptur als mögliche Wissenquellen herangezogen werden. Diese Rekonstruktion basiert auf der forschungsleitenden Hypothese, daß sich jede Geste aus einer formverwandten Gebrauchsbewegung heraus entwickelt hat, so daß etwa jedes Trink-Emblem eine im jeweiligen kulturellen Kontext bekannte Form der Flüssigkeitsaufnahme abbildet. Da folglich alle Darstellungen von Alltagsverrichtungen auch Aufschluß über diese allgemeinen motorischen Schemata geben, kann man die historische Entwicklung weit über die vorliegenden Quellen hinaus in die Stammesgeschichte zurückverfolgen.

Die Institutionalisierung der Gestenforschung

Ein entscheidender Schritt zur Institutionalisierung der Gestenforschung gelang dem IFP durch die Organisation des Internationalen Symposiums „The Semantics and Pragmatics of Everyday Gestures" (vgl. Müller 1998 sowie Müller und Posner 1999). Vom 23. bis 26. April 1998 trafen sich an der AfS rund 30 Gestenforscher aus aller Welt, um bisherige Forschungsergebnisse vorzustellen und die Grundlagen zur Erstellung von vergleichenden Gestenlexika zu erarbeiten. Ausgangspunkt der Tagung waren die vom IFP identifizierten Problemfelder der Gestenforschung und mögliche Lösungen. Grundsätzlich zu klären ist etwa, welche Körperbewegungen Gestenlexika enthalten sollen – nur Gesten im engeren Sinn oder auch Ganzkörperbewegungen, nur Embleme oder auch redebegleitende Gesten. Zu den Schwerpunktthemen zählten ferner die Pragmatik und kulturelle Varianz von Gesten, die Problematik nationaler Gestenlexika, die Form und Funktion deiktischer Gesten, die Fachgesten in einigen exemplarischen Bereichen sowie Studien zu ausgewählten Gestenformen in verschiedenen Kulturen. Um bestehende Forschungsaktivitäten möglichst dicht zu vernetzen und in Zukunft noch enger zusammenzuarbeiten, wurde auf dem abschließenden Podiumsgespräch beschlossen, auf der Nachfolgetagung die International Society for Gesture Studies (ISG) zu gründen. Ihre offizielle Zeitschrift Gesture: An International Journal of Research, Theory, and History (Herausgeber: Adam Kendon und Cornelia Müller) soll ab 2001 im Verlag John Benjamins (Amsterdam und Philadelphia) erscheinen.

Die geplante Nachfolgetagung fand vom 1. bis 4. April 2000 an der Universidad Fernando Pessoa in Porto (Portugal) statt. Sie trug den Titel „Gestures: Meaning and Use" und wurde gemeinsam organisiert von der Technischen Universität Berlin, der University of North Carolina sowie der Universidad Fernando Pessoa (Programm: <http://www.ufp.pt/gestures/>, Tagungsbericht: Edmondson 2000). Dieser zweiten Tagung der ISGS gelang es, eine weltweite Bestandsaufnahme der Gestenforschung in die Wege zu leiten und die Zusammenarbeit zu intensivieren. Dies betrifft insbesondere die Lexika der Alltagsgesten, die von Forschungsgruppen unter anderem aus Aix-en-Provence (I. Guaïtella), Barcelona (L. Payrató), Berlin (R. Posner), Moskau (G. Kreidlin), Rom (I. Poggi), Sofia (I. Kassabov) und Tokio (Y. Tohyama und P. Tumarkin) erstellt werden. Die Textversionen der Vorträge werden in einem Tagungsband erscheinen.

Die nächste wichtige Veranstaltung zur Gestenforschung war das „Semiotische Sommerinstitut" in Urbino (9. bis 18. Juli 2000), vor allem mit den Kolloquien „The Body and Its Stagings" und „The Rhetoric of Gestures" (Centro Internazionale di Semiotica e di Linguistica, Piazza del Rinascimento 7, I–61029 Urbino, Fax: +39-722-2289, E-Mail: semiotica@bib.uniurb.it).

Untersuchung artefaktbezogener Gesten

Geplant ist ferner eine vertiefte Untersuchung artefaktbezogener Gesten. In vielen Detailanalysen von Gestenfamilien zeigte sich, wie eng deren Gestalt und Bedeutung mit den zugeordneten Artefakten zusammenhängt. Manche Embleme ahmen die Gestalt von abwesenden Artefakten nach, etwa das Bilderrahmen-Emblem, mit dem ein Photograph einen Bildausschnitt ausprobiert, andere simulieren den Umgang mit Artefakten, etwa das Korkenzieher-Emblem in Abwesenheit eines Korkenziehers. Ferner spiegelt sich in der Entwicklung solcher Embleme die Entwicklung der jeweils vorhandenen Artefakte wider, denn während man etwa am Anfang des 20. Jahrhunderts beim Telefonier-Emblem eine imaginäre Kurbel betätigte, war es später eine Wählscheibe und noch später eine Tastatur – derzeit ist man bei der Variante angelangt, seine Hand als Verkörperung eines Handy ans Ohr zu halten. Es soll unter anderem untersucht werden, wie aus Gebrauchsbewegungen, die sich notwendigerweise den entsprechenden Artefakten anpassen, im Laufe der Zeit Gesten werden, deren Bedeutung sich wiederum systematisch verändert. Wenn Gesten verallgemeinert werden, kann etwa das Telefon-Emblem auch heißen „Setz Dich mit mir in Verbindung". Eine andere, weit verbreitete Bedeutungsveränderung ist die Metaphorisierung. Falls das Eindrehen einer realen Schraube mit einem Schraubenzieher durch eine gestaltgleiche Schraubbewegung ohne diese beiden Artefakte ersetzt wird, kann dies nicht nur heißen „Gib mir den Schraubenzieher" (was einen bestimmten Kontext voraussetzen würde), sondern auch „Er hat eine Schraube locker", falls die Geste an einer bestimmten Stelle – nämlich neben der Schläfe des Senders – produziert wird. Eine semiotische Analyse, historische Nachzeichnung und kulturvergleichende Dokumentation solcher Veränderungen erlaubt es, Prozesse der Bedeutungsproduktion sehr detailliert empirisch verankert nachzuweisen und somit einen Zusammenhang zwischen Technik und Semantik zu erhellen, der oft übersehen wird.

Um für dieses Thema die bereits vorhandenen Forschungsresultate zu sichten und interessierte Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen zusammenzubringen, fand auf dem 9. Internationalen Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Semiotik (Dresden, Oktober 1999) unter Leitung von Cornelia Müller und Massimo Serenari eine Sektion mit dem Titel „Artefaktbezogene Körperbewegungen als Grundlage von Gesten und Gebärden" statt. Der Kongreß hatte das Rahmenthema „Maschinen und Geschichte"und bot daher einen optimalen Rahmen für Untersuchungen zu der beschriebenen Verflechtung von Gestenentwicklung und Artefaktentwicklung (siehe Posner 2000).

Weitere gestenbezogene Aktivitäten der AfS

Die Vernetzung der Gestenforschung führte zur Gründung einer neuen internationalen Buchreihe mit dem Titel Körper, Zeichen, Kultur / Body, Sign, Culture (Herausgeber: Hartwig Kalverkämper, Reinhard Krüger und Roland Posner; Berlin: Berlin-Verlag). Diese Reihe beschäftigt sich mit allen Zeichentypen, die mit dem Körper produziert werden, und bietet daher ein Forum für richtungsweisende Beiträge aus allen einschlägigen Disziplinen von der Biologie über die Anthropologie bis zur Linguistik und Theaterwissenschaft.

Um die geplanten Kulturvergleiche zu beginnen, wurde ein Querschnitt der vom IFP getesteten 150 Gestenfamilien bereits in anderen Kulturkreisen gezeigt, nämlich in Italien (Massimo Serenari), Japan (Christine Kühn) und Neuguinea (Arnold Groh). Eine gemeinsame Veröffentlichung der Resultate sowie eine Zusammenarbeit mit Korea ist in Vorbereitung.

Parallel zur Untersuchung von Emblemen wurden – allem von Sabine Kowal und Daniel O’Connell – auch redebegleitende Gesten analysiert, die das Gesagte strukturieren oder bestimmte Aspekte von ihm veranschaulichen (sog. „Illustratoren"). Typische Beispiele sind die Gesten, mit denen ein Angler die Länge seines Fangs anzeigt oder jemand die räumliche Struktur einer Achterbahn in die Luft zeichnet.

Mehrere Hauptseminare von Roland Posner und Sabine Kowal untersuchten Interjektionen, die typischerweise zusammen mit bestimmten Gesten produziert werden. So wird der über die Lippen gelegte Zeigefinger, der Schweigen gebietet, in der Regel von „pssst" begleitet, und die hinter das Ohr gelegte hohle Hand mit einem fragend intonierten „hä?". Ein weiteres Forschungsziel ist die korrekte phonetische Transkription dieser Interjektionen und ihr sprachübergreifender Vergleich.

An der AfS entstehen derzeit einige Dissertationen mit gestenbezogenen Themen. So wird Massimo Serenari die Auswertung des empirischen Materials detailliert dokumentieren. Ein Teilaspekt ist die Phasenstruktur des Gestenerwerbs: wann konsolidiert sich das Wissen über Gesten, und ab wann werden Metaphorisierungen verstanden? Analog wird hinsichtlich der geographischen Struktur gefragt, ob sich heute – 10 Jahre nach der Wende – noch Unterschiede zwischen Ost- und Westberliner Gesten nachweisen lassen. Ferner soll untersucht werden, inwieweit Ausländer hinsichtlich ihrer Gestenproduktion und -rezeption in die Kulturgemeinschaft integriert sind. – Ein zweites Dissertationsthema sind Embleme mit sexuellem Inhalt. Aus dem Alltagswissen ist bekannt, daß viele von ihnen gerade nicht zur sexuellen Kontaktaufnahme verwendet werden, sondern wie etwa der sog. „Stinkefinger" im Gegenteil zur Beleidigung oder gar zum Kontaktabbruch. Christine Petermann untersucht empirisch, welche Embleme beim heterosexuellen Aufforderungsverhalten eingesetzt werden; ihre Dissertation hat den Arbeitstitel „Emblematische Gebärden menschlichen Sexualverhaltens". Weil gerade in diesem Bereich eine Befragung unter Laborbedingungen höchstwahrscheinlich zu einer Verzerrung der Antworten führt, wurde statt dessen die Methode der teilnehmenden Beobachtung gewählt, und zwar an geeigneten Orten wie Disco und Kneipe. Es zeigte sich, daß der Erfolg der Gesten stark von den Rahmenbedingungen abhängt und daß zunehmend auch Frauen initiativ sexuelle Gesten (etwa die sog. „Feige") produzieren.


Literatur

Benthien, Claudia (1999): Im Leibe wohnen. Literarische Imagologie und historische Anthropologie der Haut. Berlin: Berlin-Verlag.

Edmondson, William (2000): Bericht über die Internationale Tagung „Gestures: Meaning and Use". Erscheint in: Zeitschrift für Semiotik 22, 2.

Müller, Cornelia (1998): Bericht über das Internationale Symposium „The Semantics and Pragmatics of Everyday Gestures". Zeitschrift für Semiotik 20: 436-439.

Müller, Cornelia und Roland Posner (eds.) (1999): The Semantics and Pragmatics of Everyday Gestures. Berlin: Berlin-Verlag.

Posner, Roland, Reinhard Krüger, Thomas Noll und Massimo Serenari (1999): Abschlußbericht des IFP „Gebärdenerkennung mit Sensorhandschuhen". Der Teilbericht der Semiotik erscheint in: Arbeitspapiere zur Linguistik der TU Berlin.

Posner, Roland, Reinhard Krüger, Thomas Noll und Massimo Serenari (in Vorb.): Berliner Lexikon der Alltagsgesten. Berlin: Berlin-Verlag.

Posner, Roland (2000): Bericht über den 9. Internationalen Kongreß der Deutschen Gesellschaft für Semiotik. Zeitschrift für Semiotik 22: 115-121.

Schmauser, Caroline und Thomas Noll (eds.) (1999): Körperbewegungen und ihre Bedeutungen. Berlin: Berlin-Verlag.


Ansprechpartner


Prof. Roland Posner

  • Projektleitung
  • Semantik und Pragmatik der Alltagsgesten


Prof. Reinhard Krüger 

  • Etymologie der Alltagsgesten


Dr. Thomas Noll 

  • formale Beschreibung von Gesten
  • HamNoSys


Mag. Massimo Serenari

  • experimentelle Untersuchungen
  • Darstellung von Gesten in Comics

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