TU Berlin

Arbeitsstelle für SemiotikDr. Borries Blanke

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Borries Blanke: Dissertationsprojekt


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Struktur und Pragmatik des ikonischen Zeichens (Arbeitstitel)

Der erste Teil der Arbeit analysiert Ikonizität als Sonderform semiotischer Objektkategorisierung auf Grundlage eines viergliedrigen, strukturalistisch inspirierten Zeichenmodells (Gruppe µ, L. Prieto). Kernbegriff ist dabei die abstraktive Relevanz (K. Bühler), welche die beiden Dichotomien von Ausdruck und Inhalt sowie von Variante und Invariante in Verbindung setzt. Auf diese Weise läßt sich die Rede von den "gemeinsamen Eigenschaften" des ikonischen Zeichenträgers und des Dargestellten präzisieren.  Der auf die pragmatische Relevanztheorie (Sperber/Wilson) aufbauende zweite Teil unterscheidet zwei Bereiche einer Pragmatik des ikonischen Zeichens. Der erste analysiert die Abhängigkeit der ikonischen Kategorisierung von kontextuellen Faktoren. Der zweite Bereich untersucht dagegen die weiteren Sinneffekte, die dieser Kategorisierungsakt in seinem jeweiligen Kontext nach sich zieht. Diese sind nicht spezifisch ikonisch, sondern lassen sich über allgemeine pragmatische Regeln erklären, die genauso allen anderen Formen nichtexpliziter Kommunikation zugrundeliegen.  Die Kombination eines strukturalistischen mit einem pragmatischen Ansatzes zeigt, daß diese beiden semiotischen Denkweisen nicht nur miteinander kompatibel sind, sondern einander sinnvoll ergänzen.

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