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TU Berlin

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Autoaufkleber: Die Mimik auf der Blechkarosse

Hardarik Blühdorn, Universität São Paulo

Summary. This contribution investigates car stickers as a means of communication in road traffic from an economic, technological and semiotic perspective. Road traffic involves first-order participants (people) directing second-order participants (e.g., cars) within third-order participants (e.g., convoys), and this structure generates typical constraints on communication, which are overcome by the use of order-specific surface, gestural and postural signs. Car stickers are treated as second-order surface signs which serve to diversify traffic communication. Here, the central themes, ways of presentation and communicative functions of such signs are analyzed.

Zusammenfassung. Der vorliegende Beitrag untersucht Autoaufkleber als Kommunikationsmittel im Straßenverkehr unter wirtschaftlicher, technologischer und semiotischer Perspektive. Am Straßenverkehr wirken Teilnehmer erster Ordnung (Personen) mit, die Teilnehmer zweiter Ordnung (z.B. Autos) im Rahmen von Teilnehmern dritter Ordnung (z.B. Autokolonnen) über die Straßen dirigieren. Diese Struktur erzeugt typische Kommunikationsbeschränkungen, die durch den Einsatz ebenenspezifischer mimischer, gestischer und posturaler Zeichen überwunden werden. Autoaufkleber werden als mimische Zeichen zweiter Ordnung behandelt, die zur Diversifizierung der Verkehrskommunikation dienen. Analysiert werden ihre zentralen Themen, ihre Darstellungsweisen und ihre Kommunikationsfunktionen.

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Fußgänger im Zeichendschungel der Stadt

Gerard J. van den Broek, De Voetgangersvereniging, Den Haag

Summary. The number and frequency of traffic signs on which humans are depicted in the form of 'featherless bipeds' is considerable, and this suggests the conclusion that there are reliable regulations for guiding and protecting this slowest and most vulnerable participant in traffic. Nothing could be less true. Featherless bipeds by the hundreds fall victim to the man-eating moloch which is the road. The present contribution analyzes the ways in which the currently valid traffic signs refer to pedestrians and proposes better solutions so that pedestrians can reach their destination safely without risk of injury or death.

Zusammenfassung. Die Zahl und Häufigkeit der Verkehrszeichen, auf denen der Mensch als ’ungefiederter Zweibeiner’ auftritt, ist beträchtlich, und dies legt den Schluß nahe, es gebe verläßliche Regelungen, die diesen schwächsten und langsamsten Verkehrsteilnehmer leiten und beschützen. Doch weit gefehlt! Der ungefiederte Zweibeiner fällt jedes Jahr zu Hunderten dem menschenfressenden Moloch Straße zum Opfer. Der vorliegende Beitrag untersucht die Art und Weise, wie die gültigen Verkehrszeichen auf den Fußgänger hinweisen, und macht Verbesserungsvorschläge, damit dieser ohne Gefahr für Leib und Leben seinen Zielort sicher erreicht.

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Verkehrsschilder: Forschungsstand und Verbesserungsmöglichkeiten

Robert E. Dewar, Universität von Calgary

Summary. Drivers on today’s busy, complex, high-speed roads often fail to read and understand traffic sign information in time to act on the information safely. In order for a traffic sign message to communicate effectively it must be easily detected, attract attention, be legible when seen only briefly and from the appropriate distance, and must be easily and quickly understood. Many signs fail to meet these criteria. Shape and color codes are widely used on traffic signs to convey information beyond the specific sign message (e.g., red and white triangular warning signs in Europe; rectangular green guide signs in North America), but many drivers do not understand the codes. The use of pictographs is also prevalent throughout the world. They have advantages over word signs – they are more legible at a distance und under poor visibility conditions, they are understood more quickly and by drivers who do not read the local language. However, research has shown that many are poorly designed and not well understood. Some of the methods for designing and evaluating traffic signs are described. Current issues of concern in traffic sign research include the need for more scientific sign evaluation techniques, the limitations of the older driver, and the need to know more about driver information processing limitations as they relate to traffic sign design and use.

Zusammenfassung. Autofahrern auf den heutigen dichtbefahrenen, komplizierten Schnellstraßen gelingt es oft nicht, die Verkehrsschilder rechtzeitig zu lesen und zu verstehen, um auf die gegebenen Informationen sicher reagieren zu können. Zu deren effektiver Mitteilung muß ein Verkehrsschild gut sichtbar sein, die Aufmerksamkeit auf sich lenken, schon bei kurzem Hinsehen aus angemessener Entfernung lesbar sein sowie leicht und schnell verstanden werden. Viele der gängigen Zeichen erfüllen diese Kriterien nicht. Zur Übermittlung von Informationen über den spezifischen Zeicheninhalt hinaus werden weitgehend Form- und Farbkodes benutzt (in Europa z.B. rot-weiße, dreieckige Warnschilder, in Nordamerika rechteckige, grüne Hinweiszeichen), doch viele Fahrer verstehen diese Kodes nicht. Auch Piktogramme finden weltweite Anwendung. Sie haben gegenüber Wortzeichen einige Vorteile: sie sind aus der Entfernung und unter schlechten Sichtverhältnissen leichter lesbar, werden schneller verstanden und dies auch von Fahrern, die die einheimische Sprache nicht lesen können. Doch haben genauere Untersuchungen ergeben, daß auch viele Piktogramme unzulänglich gestaltet sind und nicht gut verstanden werden. Im folgenden werden einige Methoden der Gestaltung und Bewertung von Verkehrsschildern beschrieben. Aktuelle Fragen der Verkehrszeichenforschung betreffen die notwendige Weiterentwicklung der wissenschaftlichen Bewertungsmethoden, die eingeschränkte Aufnahmefähigkeit älterer Fahrer sowie die gründlichere Ermittlung der fahrerseitigen Informationsverarbeitungsschwächen im Zusammenhang mit der Gestaltung und Verwendung von Verkehrsschildern.

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Der Winker und das Winken: Ein zeichenphänomenologischer Passus in Martin Heideggers Sein und Zeit

Klaus Frerichs, Arbeitsstelle für Semiotik Berlin, Außenstelle Buxtehude

Summary. Direction indications were not given by drivers at first. Increased road congestion led to the occasional use of hand signals, which were replaced by metal indicators at the beginning of the 20th century. These were in turn replaced by blinkers around mid-century. The present contribution discusses the phenomenological analysis of direction indicators given in Heidegger’s "Being and Time" (1927). Heidegger distinguishes between general equipment (Zeug), signaling equipment (Zeigzeug) und driving equipment (vehicle; Fahrzeug); he shows that the semiotic function of the metal arrow as a turn signal is a context-dependent specialization of the function of the outstretched arm, and he demonstrated that the coding of metal arrows (and blinkers) as signaling devices was only possible in the framework of their relationship to vehicle, road and manner of driving.

Zusammenfassung. Der Richtungswechsel beim Fahren wurde früher gar nicht, dann bei zunehmendem Straßenverkehr gelegentlich durch Herausstrecken eines Armes und erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts regelmäßig durch Betätigung eines metallenen Winkers angezeigt, der seit der Jahrhundertmitte durch einen Blinker ersetzt wurde. Der vorliegende Beitrag diskutiert die phänomenologische Analyse der Richtungsanzeiger in Heideggers Sein und Zeit (1927). Heidegger unterscheidet zwischen Zeug im allgemeinen, Zeigzeug und Fahrzeug; er legt dar, daß die semiotische Funktion des Winkers als Zeigzeug eine kontextabhängige Spezialisierung der Funktion des Armausstreckens ist, und weist nach, daß die Kodierung des Winkers (und des Blinkers) als Zeigzeug nur im Rahmen seiner Beziehung zu Fahrzeug, Straße und Fahrweise möglich war.

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Verkehrsampeln: Paradigma und Testfall der Zeichentheorie

Jørgen Dines Johansen, Universität Odense

Summary. The author outlines and discusses Hjelmslev’s classical structuralist analysis of traffic lights as a restricted code which exhibits the basic structure of any language. He criticizes Hjelmslev’s approach for its excessive abstraction and re-introduces the purpose of the traffic lights which determines the modality of their messages; their presupposed sender and the actual traffic authorities; their presupposed addressees and the actual road users; their presupposed objects and the actual messages; their logical interpretants and the drivers’ real actions; their cotexts in a system of traffic lights at a road crossing; their context space and the road section where they must be obeyed; as well as their historical development and the perspectives for change in the future. These factors are taken as arguments for replacing Hjelmslev’s theoretical framework with that of Peirce and for dealing with the traffic lights as an example of cultural semiosis designed for collective communication.

Zusammenfassung. Der Verfasser referiert und diskutiert Hjelmslevs klassische strukturalistische Analyse der Verkehrsampel als eines eingeschränkt verwendbaren Kodes, der gleichwohl die grundlegende Struktur jeder Sprache aufweist. Er kritisiert Hjelmslevs Ansatz wegen seiner übermäßigen Abstraktionen und führt folgende Faktoren wieder in die Diskussion ein: den Zweck der Verkehrsampel, der die Modalität ihrer Botschaften bestimmt; den vorausgesetzten Sender und die tatsächliche Verkehrsverwaltung; die vorausgesetzten Adressaten und die wirklichen Verkehrsteilnehmer; das vorausgesetzte Objekt und die wirklichen Botschaften; die logischen Interpretanten und die tatsächlichen Handlungen der Autofahrer; die Kotexte der Verkehrsampel in einem Ampelsystem an einer Straßenkreuzung; den Kontextraum der Verkehrsampel und den Straßenbereich, in dem sie befolgt werden muß; und schließlich die historische Entwicklung der Verkehrsampeln und die Perspektiven für ihre Veränderung in der Zukunft. Diese Faktoren werden vom Verfasser als Argumente dafür angesehen, Hjelmslevs theoretischen Ansatz durch den von Peirce zu ersetzen und die Verkehrsampel als Beispiel für eine kulturelle Semiose zu behandeln, die der kollektiven Kommunikation dient.

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Der prototypische Fußgänger: Zum Menschenbild der amtlichen Verkehrszeichen

Sabine Kowal, Daniel O’Connell und Roland Posner, Technische Universität Berlin und Georgetown University

Summary. Traffic communication makes use of pictorial signs in order to transmit information regarding various roles people play in traffic situations (e.g., as pedestrians, riders, road workers). However, pictorial representations of humans, even though quite schematic, may carry additional information about characteristics such as sex, age, and temperament. An experiment was conducted with the aim to test empirically the existence of such connotations. Four slides of European (Austria, former Yugoslawia, Italy, and France) traffic signs of pedestrians were shown to German and American subjects. As hypothesized, the degree of schematization of the pedestrian sign was related to reports of connotative meaning. The prototypical or unmarked pedestrian is reported to be a middle-class male between the ages 21 and 40.

Zusammenfassung. Auf Verkehrszeichen werden Abbildungen von Menschen verwendet, die verschiedene Rollen im Straßenverkehr haben (z.B. Fußgänger, Reiter, Straßenarbeiter). Diese bildlichen Darstellungen von Menschen können jedoch, selbst wenn sie schematisch sind, zusätzliche Informationen über Merkmale wie Geschlecht, Alter und Temperament enthalten. Zur empirischen Überprüfung solcher konnotativer Bedeutungen wurde ein Experiment durchgeführt. Vier Dias von europäischen Fußgängerzeichen (Österreich, früheres Jugoslawien, Italien, Frankreich) wurden deutschen und amerikanischen Versuchspersonen gezeigt. Wie erwartet beeinflußte der Grad der Schematisierung des Fußgängerzeichens die angegebenen konnotativen Bedeutungen. Nach den Aussagen der Versuchspersonen handelt es sich bei dem prototypischen oder unmarkierten Fußgänger um einen Mann der Mittelschicht im Alter zwischen 21 und 40 Jahren.

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Zur Geschichte der amtlichen Verkehrszeichen

Martin Krampen, Hochschule der Künste, Berlin

Summary. The present system of European traffic signs is an elaborate visual code that emerged in the course of just one century. Its history was determined by external factors such as the technical evolution of motor vehicles and the construction of highways as well as internal factors such as increasing semiotization, iconization, schematization, and differentiation. In the present article, the stages of this development are described on the basis of the five international conventions on traffic signs that took place between 1909 and 1968.

Zusammenfassung. Das gegenwärtige System der europäischen Straßenverkehrszeichen ist ein gut ausgebauter visueller Kode, der innerhalb nur eines Jahrhunderts entstanden ist. Bestimmend für seine Geschichte waren sowohl externe Faktoren wie die technische Entwicklung des Kraftfahrzeugbaus und des Straßenbaus als auch interne Faktoren wie die Tendenzen zur Semiotisierung, Ikonisierung, Schematisierung und Differenzierung. Die vorliegende Untersuchung beschreibt die Stadien dieser Entwicklung auf der Grundlage der fünf internationalen Konventionen über Verkehrszeichen, die zwischen 1909 und 1968 beschlossen wurden.

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Autofahrerzeichen: Funktion, System, Autonomie

Eike von Savigny, Universität Bielefeld

Summary. In Germany, people participating in road traffic use a system of non-verbal communication. Its function is to achive smoother and safer traffic under circumstances in which road traffic regulations do not exclusively determine drivers’ manoevres. The signs and meanings of this communication system have evolved within a natural process, and they are learned like a natural language, i.e., through use. The semantic and pragmatic rules can be described completely, and this description explains why the expressive power of the system is so enormous in spite of the very small number of basic signs. New needs in communication are more likely to be met by further development of the rule system than by attempts to promote new signs; the rigidity of the system in face of efforts to regularize it from without is considerable.

Zusammenfassung. Die Teilnehmer am Straßenverkehr in Deutschland benutzen ein nichtverbales Kommunikationssystem. Es hat die Funktion, den Verkehr in solchen Fällen flüssiger und sicherer zu machen, wo die Verkehrsregeln noch Spielraum lassen. Die benutzten Zeichen und die Bedeutungen haben sich in einem natürlichen Prozeß entwickelt und werden wie eine natürliche Sprache im Gebrauch gelernt. Die Regeln lassen sich in Form einer Semantik und einer Pragmatik vollständig angeben; die Beschreibung macht verständlich, wieso bei sehr kleinem Zeicheninventar der Ausdrucksreichtum doch enorm ist. Es ist wahrscheinlich, daß neu auftretende Verständigungsbedürfnisse eher durch naturwüchsige Weiterentwicklung des Systems befriedigt werden als durch Propagieren neuer Zeichen; die Resistenz gegenüber Versuchen zur Normierung von außen dürfte beträchtlich sein.

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Die semiotische Struktur der Wagenstandsanzeiger von Zügen auf deutschen Bahnhöfen

Dagmar Schmauks, Universität des Saarlandes, Saarbrücken

Summary. This contribution analyzes the sign system used by the German railway authorities to indicate the composition (number, type and equipment of cars) of its trains. The structure of the railway station with its main hall and the various platforms, which are in turn subdivided into different areas, and the search for a specified reserved seat in a given car confront the traveler with a set of complicated orientation tasks. These can only be fulfilled on the basis of a general media competence and highly elaborate knowledge about the possible division of labor between iconic, indexical and symbolic signs in topographical diagrams. Such knowledge is presented here in detail.

Zusammenfassung. Dieser Beitrag analysiert das Zeichensystem, mit dem die Deutsche Bahn die Zusammensetzung (Zahl, Art und Ausstattung der Waggons) ihrer Züge anzeigt. Die Struktur des Bahnhofs mit der Bahnhofshalle und den Bahnsteigen, die ihrerseits in verschiedene Abschnitte gegliedert sind, und die Suche nach einem reservierten Sitzplatz in einem gegebenen Waggon stellen die Reisenden vor komplizierte Orientierungaufgaben. Deren Erfüllung ist nur möglich aufgrund einer allgemeinen Medienkompetenz und hochdifferenzierten Vorwissens über die mögliche Arbeitsteilung von ikonischen, indexikalischen und symbolischen Zeichen in topographischen Diagrammen. Derartiges Wissen wird hier in seinen Einzelheiten vorgestellt.

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Individuelle dynamische Verkehrsleitung: Funktionsweise, Aufgaben und Nutzen

Romuald von Tomkewitsch, Siemens AG München

Summary. Through the process of evolution, human beings have been provided with the ability to perceive their surroundings and orientate themselves in them, a capacity which is sufficient for moving through woods and fields as a jogger or rider, but not for safely driving fast vehicles through overcrowded networks. Traffic signs, traffic signal systems and direction signs serve to maintain traffic safety, but can only provide incomplete orientation and are easily overlooked. Individual guidance systems are therefore needed to complement them. These must be seen as components in a universal traffic management system which would minimize pollution and the consumption of energy, space and time. In-vehicle traffic data acquisition and three-dimensional route optimization in a control center (with daytime as the third dimension) are required to permit adaptation to quickly changing traffic situations. Road pricing as a part of universal traffic management can also be developed into an effective means to avert the threatening traffic crisis, reduce costs in local freight transport and shift local individual traffic to public transport.

Zusammenfassung. Die Evolution hat die Menschen mit einem Wahrnehmungs- und Orientierungsvermögen ausgestattet, das für eine Bewegung als Läufer oder Reiter durch Wald und Flur ausreicht, nicht aber für die sichere Führung schneller Fahrzeuge durch überfüllte Straßennetze. Verkehrszeichen, Lichtsignalanlagen, Wegweiser dienen der Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit, können aber nur unvollkommene Orientierungshilfen bieten und werden allzu leicht übersehen. Als Ergänzung benötigt man die individuelle Leittechnik. Diese muß als Komponente eines universellen Verkehrsmanagements zur Minimierung der Umweltbelastung, des Energie-, Flächen- und Zeitverbrauchs aufgefaßt werden. Für die Anpassung an sich schnell verändernde Verkehrssituationen sind eine fahrzeugseitige Verkehrsdatenerfassung und eine zentralenseitige dreidimensionale Routenoptimierung erforderlich, mit der Tageszeit als dritter Dimension. Auch Road Pricing, als Bestandteil eines universellen Verkehrsmanagements, kann zu einem wirksamen Mittel gegen den drohenden Verkehrsinfarkt, zur Fahrkostensenkung beim Gütennahverkahr und zur Verlagerung des Personennahverkehrs auf öffentliche Verkehrsmittel ausgebaut werden.

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Vergleichende Verkehrssemiotik: Zur Geschichte der Auseinandersetzung mit der Kommunikation im Straßenverkehr

Vilmos Voigt, Loránd-Eötvös-Universität, Budapest

Summary. This final contribution gives an outline of the history of semiotic traffic research, based on the theory-driven studies of Hjelmslev, Jakobson, Zaliznjak, Prieto, Mounin, Studnicki, Zawadowski, Krampen and von Savigny. It is argued in favor of a more strictly comparative and historically oriented semiotic traffic research, which could take better account of the enormous complexity of communication in road traffic. The functioning of the official traffic signs is also shown to be explained best by studying it as embedded in the semiosphere of any given culture in its entirity.

Zusammenfassung. Dieser abschließende Beitrag skizziert die Forschungsgeschichte der Verkehrssemiotik ausgehend von den theoriegeleiteten Untersuchungen von Hjelmslev, Jakobson, Zaliznjak, Prieto, Mounin, Studnicki, Zawadowski, Krampen und von Savigny. Es wird plädiert für eine stärker vergleichend und kulturhistorisch ausgerichtete verkehrssemiotische Forschung, die der enormen Komplexität der Kommunikation im Straßenverkehr besser Rechnung tragen könnte. Auch das Funktionieren der amtlichen Straßenverkehrszeichen ist, wie gezeigt wird, am besten durch deren Einbettung in die Semiosphäre der Gesamtkultur zu erklären.

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